Neue Helden für Otari – Der Morgen danach

Lardus Langsattel lies sich mit einem tiefen Seufzen auf seinen Stuhl fallen und begutachtete die vor ihm ausgebreiteten Gegenstände. Eine beträchtliche Anzahl an Kurzschwertern und Dolchen, einige Beutel mit nicht mehr wirklich viel Gold- und Silbermünzen, Rucksäcke mit der eher gewöhnlichen Abenteuererausrüstung und ein heiliges Symbol der Sarenrae. Er nahm die Holzfigur auf die die Dämmerblume zeigte und dreht sie gedankenverloren in der Hand. Was bitte hatte ein Kleriker der Sarenrae in einer Kneipenschlägerei verloren?
„Eleukas!“
Er setzte gerade zum zweiten Ruf an, diesmal lauter und mit einer Auswahl an Worten, die die junge Wache zu größerer Eile anspornen sollte, doch der sonnengebräunte, von einer Masse an dichtem, schwarzen Haupthaar bedeckte Kopf schaute recht schnell durch die Tür in sein Büro.
„Ja, Hauptmann?“
Langsattel winkte ungeduldig und Eleukas trat vor den Schreibtisch, lies seine magische Axt vorsichtig auf den Boden gleiten und lehnte den Schaft an sein Bein. Das Oberhaupt der Otari Stadtwache lies seinen Blick erneut über die Gegenstände schweifen und blickte dann seinen jungen Rekruten an:
„Was hat Magiloy gesagt das im Krähenfass passiert ist?“
„Wohl der Anfang einer Schlägerei, es ging irgendwie um ein Würfelspiel und zu viel Alkohol.“
Langsattel hob die Holzfigur der Dämmerblume hoch und zog eine Augenbaue hoch.
„Und was macht ein verdammter Sarenrae Kleriker bei einer Kneipenschlägerei?“
„Keine Ahnung Hauptmann,“ antwortet Eleukas, „vielleicht schlichten?“
„Und warum – zum Henker – sitzt er dann mit den anderen vier in meinem Gefängnis?“
Er legte das heilige Symbol zurück zu den anderen Sachen.
„Vor allem, was soll ich jetzt mit denen da anfangen?“ er zeigte mit dem Daumen über seine Schulter, grob in Richtung der Zellen.
„Tamily?“ sagte Eleukas vorsichtig.
„Was zum …?“ Langsattel schaute irritiert, schluckte einen weiteren Fluch herunter und setzte erneut an.
„Was ist mit Tanderwell?“
„Sie hat offensichtlich Probleme mit Ratten im Keller, macht aber mehr daraus als es ist. Sie hat schon mehrmals um Hilfe gebeten, aber wir wollen damit keine Zeit verschwenden, vielleicht können die Nichtsnutze da hinten mal danach schauen?“
Der Hauptmann nickte langsam,
„Das ist … “ ein Ruf aus den Zellen unterbrach ihn.
„… gar nicht mal so dumm.“ führte er fort und gab der Wache mit einem Handzeichen zu verstehen das er vorgehen sollte.


Neben der Gruppe für „Zeit der Asche“ habe ich jetzt tatsächlich noch ein paar mehr Leute gefunden die Pathfinder spielen möchten. Hier steigen wir mit der Einsteigerbox ein weil die Gruppe vorher zusammen nur mal in „Arborea“ rein geschaut hat und die Pathfinder Regeln doch etwas komplexer sind. Demnächst stelle ich die Charaktere vor und berichte von unserer ersten Sitzung.

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