Zeitalter der Verlorenen Omen: Gesellschaft der Kundschafter

Erforschen, Berichten, Zusammenarbeiten.

Verlag: Paizo
Übersetzung: Ulisses-Spiele
Seite: 128
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Bewertung: 5/5

Die Gesellschaft und das „Organized Play“

Die „Pathfinder Society“ ist ja nicht nur der originale Name der Gruppe aus Forschern, Entdeckern und Archäologen, es ist auch das Programm des „Organized Play“ von Paizo. Bei den kurzen Abenteuern spielt man eben ein Mitglied eben jeder Gesellschaft und so ist das Buch von besonderem Interesse für alle die an diesem „Oranized Play“ teilnehmen wollen.

Daher beginnt der Band auch mit einer kurzen Erklärung diesbezüglich und einigen Hintergründen die für einen entsprechenden Charakter passen. Es folgt ein Abriss über die Geschichte, von der Entstehung auf einer Kneipentour bis zur „heutigen Zeit“ und den kürzlichen Umwälzungen. Die Beziehungen zu anderen Gruppierungen und Regierungen werden beleuchtet und auch die dunkleren Seiten finden Erwähnung.

Geeint und doch Unterschiedlich

Die Gesellschaft mag nach außen geeint auftreten und doch gibt es innerhalb unterschiedliche Fraktionen die im zweiten Kapitel näher beleuchtet werden. Ob es die Allianz der Gesandten ist die versucht für bessere Zusammenarbeit untereinander zu sorgen, das große Archiv welches dem Zugewinn von Wissen die oberste Priorität gibt, die Jäger des Horizonts die in unerforschte Gebiete vorstoßen oder das wachsame Siegel das die Eindämmung von Gefahren in den Vordergrund stellt. Diese, wie auch weitere kleinere Gruppierungen, haben alle eine eigene Agenda, die teils gegenläufig ist und ihre prominenten Mitglieder werden hier mit ihrer Geschichte vorgestellt. In diesem Teil gibt es bereits kleine Regeltechnische Abschnitte wie Gegenstände die von den entsprechenden Fraktionen bevorzugt werden und Talente für die entsprechenden Archetypen. Zudem kommen einem beim Lesen schon erste Ideen für Abenteuer.

Auf ganz Golarion vertreten

Die Gesellschafter der Kundschafter hat es geschafft in ganz Golarion vertreten zu sein. Natürlich werden hier dann auch die unterschiedlichen Logen beschrieben. Am prominentesten ist die Große Loge in Absalom und diese nimmt daher auch im nächsten Kapitel den meisten Platz ein. Aber auch andere Logen, darunter natürlich das Gut Heidmark in Magnimar oder die Grinsefee werden nicht nur genauer beschrieben, ihre entsprechenden Kundschafterhauptleute bekommen einen eigenen Abschnitt, vor allem aber gibt es immer wieder kleine Anekdoten die sich hervorragend als Abenteueraufhänger eignen. Alleine mit diesem Band, den Monsterhandbüchern und ein wenig Phantasie hat man Stoff für viele interessante Spieleabende.

Regeln?

Abgeschlossen wird die Gesellschaft der Kundschafter von ein paar weiteren Regeloptionen die Dienstleistungen, Gegenstände, Talente und Zauber umfassen. Hier setzt sich fort was bei PF2 schon in den anderen „Zeitalter der Verlorenen Omen“ begonnen wurde: Die Optionen sind Thematisch getrennt. Jemand der mit den Kundschaftern nichts am Hut hat benötigt diesen Band nicht, genauso wenig wie jemand der eher mit wenig Magie und Göttern spielt den „Götter und Magie“ Band benötigt. Bisher zeigt sich gerade hier die Stärke der Aufteilung in die Regel und Verlorenen Omen Reihe: Die Trennung wurde gut gewählt um dafür zu sorgen das man eben nicht das Gefühl hat alles kaufen zu müssen. Die Verweise auf andere Bücher beschränken sich auf ein Minimum.

Übersetzung

Auch hier ist die Übersetzung stimmig und es lies sich alles sehr flüssig. Hier und da haben sich kleinere Fehler eingeschlichen über die man aber hinwegsehen kann. Was man durchaus merkt das einige der Übersetzer sich nur bedingt mit den Begriffen von Golarion auskennen. So wurde an einer Stelle „Boneyard“ mit Friedhof übersetzt, wobei das aber der Eigenname von Pharasmas Reich ist und somit der Beinacker sein sollte.

Fazit

Die Geschichte und Optionen die sich hier für Kundschafter ergeben oder Spieler die mit diesen zu tun haben sind reichhaltig. Zudem macht alleine das Lesen großen Spass.

Wer am „Organized Play“ teilnehmen möchte, der wird kaum um dieses Buch herum kommen um zum Einen mehr über „seine“ Gesellschaft zu erfahren und auch die Fraktion der er sich anschließt besser unterstützen zu können.

Einen großen Vorteil sehe ich interessanterweise auch darin das die Informationen sehr speziell sind. Wie oben beschrieben ist es eben kein „Pflichtkauf“ und schon gar nicht weil man ca. 10% daraus gerne haben möchte. Es ist so speziell gehalten das es einen entweder komplett interessiert oder man es eben auslassen kann.

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